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Knecht Ruprecht

Text: Thomas Kolitsch

Von des Petersberger Spitze
durch das Saaletal hinab
ritt der Tross des Wilden Jägers
einst entlang in scharfem Trab.

Als ein Pferd verlor sein Eisen,
hielt ein Knecht am Waldrand an,
ging hinein in eine Hütte –
eine Stimme erscholl sodann:

Refrain:
„Ach, schnitz mir ein Pferdchen aus Holz!
Wär schön, wenn es wiehern tät!
So könnte ich spielen und lachen
und freuen mich früh und auch spät.“

Weil der Knecht so grimmig schaute,
aber doch solch Pferdchen macht’,
nähert sich die Allerkleinste,
zupft am Mantel ihn Habacht.

Refrain:
„Ach, schnitz mir ein Hündchen aus Holz!
wär schön, wenn es bellen tät!
So könnte ich spielen und lachen
und freuen mich früh und auch spät.“

Kam der Wilde Jäger wieder,
sah den Knecht und all das Glück,
lachte laut und sprach: „He, Ruprecht!
Bleib und komm nicht mehr zurück.“

Refrains:
Komm, schnitz uns ein Pferdchen aus Holz.
Wär schön wenn es wiehern tät.
So könnten wir singen und lachen
Und freuen uns früh und auch spät.
Schnitz uns ein Hündchen aus Holz.
Wär schön wenn es bellen tät.
So könnten wir singen und lachen
Und freuen uns früh und auch spät.

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